Dynamic Pricing: Eine neue Ära für den Wert von Rechenleistung
Acurast führt Dynamic Pricing ein: Eine neue Ära für den Wert von Rechenleistung
Die Preisgestaltung für Rechenleistung in dezentralen Netzwerken war schon immer ziemlich undurchsichtig. In den meisten Netzwerken legt jeder Anbieter seine Preise manuell fest, und in der Praxis aktualisiert sie niemand. Ein Flaggschiff-Smartphone und ein fünf Jahre altes Budget-Smartphone verlangen am Ende denselben Preis, weil die Preisgestaltung nichts mit dem zu tun hat, was die Hardware tatsächlich leisten kann.
Für Acurast ändert sich das ab heute.
Die Acurast-Community hat in einem On-Chain-Governance-Referendum für die Einführung von Dynamic Pricing gestimmt. Ein neues Modell, bei dem das Netzwerk Rechenleistung automatisch bepreist, auf Basis echter On-Chain-Hardware-Benchmarks. Keine manuellen Preise mehr. Keine veralteten Preise mehr. Kein Rätselraten mehr.
Es ist eines der bedeutendsten Protokoll-Upgrades seit dem Mainnet-Start im Januar.
„Das Netzwerk bepreist sich jetzt selbst. Auf Basis dessen, was jedes Smartphone tatsächlich leisten kann.“
Warum das alte Modell ersetzt wurde
Im bisherigen System musste jeder Processor-Manager die Preise für seine Smartphones manuell festlegen: eine Grundgebühr pro Ausführung und eine Gebühr pro Millisekunde Rechenzeit. In der Theorie ermöglichte das flexible Preise. In der Praxis wurden die Preise einmal festgelegt und nie aktualisiert. Selbst bei vielen Deployments blieb die Rechenleistung daher unterbewertet, weil Entwickler so wenige Token ausgaben. Der Marktplatz war eigentlich gar kein Marktplatz, sondern eine statische Liste von Zahlen, die schon am Tag ihrer Veröffentlichung nicht mehr den tatsächlichen Wert widerspiegelte.
Für Entwickler hieß das, dass die Preise keinen verlässlichen Bezug zur Qualität der Rechenleistung hatten. Für Betreiber hieß es, dass bessere Hardware nicht zu mehr Deployments führte. Und im Netzwerk als Ganzem fand keine echte Preisfindung statt.
So funktioniert Dynamic Pricing
Das neue System schafft die manuelle Preisfestlegung vollständig ab.
Stattdessen wird der Preis eines Processors jetzt automatisch aus seinem Beitrag zu den Benchmark-Rewards des Netzwerks abgeleitet. Es sind dieselben On-Chain-Daten, die das Protokoll ohnehin in jeder Epoche (etwa alle 90 Minuten) erfasst.
Einfach gesagt: Das Netzwerk misst, was jedes Smartphone tatsächlich leisten kann, und bepreist es entsprechend. Stärkere Hardware, höhere Benchmark-Werte, höherer Preis. Automatisch. Der Processor-Manager muss nichts konfigurieren. Ein faireres System.
Die Formel
Der Preis pro Ausführung wird aus dem Beitrag des Processors zu den Benchmark-Rewards berechnet, geteilt durch Epochenlänge und Blockzeit und anschließend multipliziert mit der Ausführungsdauer und einem globalen Preismultiplikator. Liegt das Ergebnis unter einem vom Protokoll festgelegten Minimum, gilt stattdessen das Minimum.
Der Governance-Multiplikator
Sowohl der globale Multiplikator als auch der Mindestpreis sind Governance-Parameter. Die Community kann sie also im Lauf der Zeit anpassen, ohne dass ein Runtime-Upgrade nötig ist. Geplant ist, den Multiplikator später auf eine nutzungsbasierte Kurve umzustellen, damit sich die Preise automatisch danach richten, wie stark das Netzwerk tatsächlich genutzt wird.
Man kann es sich wie Surge Pricing vorstellen, nur von der Community gesteuert und von echten Netzwerkdaten getragen.
Vollständige technische Spezifikation
Entdecken Sie das vollständige Preismodell mit allen Formeln und Parametern.
Was das für Entwickler bedeutet
Entwickler legen weiterhin ein Maximalbudget pro Deployment fest. Übersteigt der berechnete Preis eines Processors dieses Budget, wird das Matching einfach abgelehnt. Keine Überraschungen, keine versteckten Kosten.
Neu ist, dass die Preise, die Entwickler sehen, jetzt tatsächlich etwas aussagen. Sie spiegeln echte, on-chain verifizierte Hardware-Fähigkeiten wider und werden in jeder Epoche aktualisiert. Transparente Preise per Design. Keine Preisseite, die einmal im Quartal aktualisiert wird. Keine Verhandlung. Das Netzwerk regelt das.
Was das für Betreiber bedeutet
Wenn Sie auf bessere Hardware gesetzt haben, schlägt sich das jetzt direkt in besseren Preisen nieder. Das Protokoll erkennt den Beitrag Ihres Smartphones über seine Benchmark-Werte an und bepreist Ihre Rechenleistung entsprechend. Sie müssen nichts konfigurieren. Das Netzwerk erledigt die Arbeit.
Das bedeutet auch, dass auf dem Marktplatz echter Wettbewerb entsteht. Betreiber mit stärkerer, zuverlässigerer Hardware ziehen ganz natürlich mehr Deployments an, weil ihre Preise ihre Leistungsfähigkeit widerspiegeln.
„Bessere Hardware bedeutet jetzt bessere Preise. Automatisch.“
Der Burn-Mechanismus
Hier wird es für die ACU-Ökonomie insgesamt interessant.
Wann immer ein Entwickler etwas mit Acurast-Rechenleistung deployt, zahlt er eine Compute-Gebühr in $ACU. Diese Gebühr geht nicht direkt an den Processor, sondern wird auf Protokollebene abgewickelt. Im Gegenzug erhalten Provider, die Rechenleistung beisteuern, einen Gewichtungsmultiplikator, der ihren Anspruch auf Rewards aus der Netzwerkinflation erhöht.
Ähnlich wie auf Ethereum beim Ausführen eines Smart Contracts Token verbraucht werden, werden Token aus den Compute-Gebühren verbraucht, wenn die bereitgestellte Rechenleistung genutzt wird. Diese Token werden verbrannt und damit dauerhaft aus dem Umlauf entfernt.
Mit wachsender Netzwerknutzung wird mehr Rechenleistung ausgeführt, und mehr Gebühren durchlaufen diesen Mechanismus.
449K+
Deployments
245K+
Eingebundene Smartphones
175+
Länder
So entsteht eine direkte Verbindung zwischen Netzwerknutzung und Token-Angebot: Je stärker das Netzwerk genutzt wird, desto mehr ACU werden dauerhaft aus dem Umlauf genommen. Bei über 443.000 Deployments und weiter steigender Zahl trägt jede einzelne Ausführung zu diesem System bei.
„Mit jeder Ausführung werden Compute-Gebühren verbrannt. Mehr Nutzung. Mehr Burn.“
Bessere Anreize für Matcher
Das Upgrade ändert auch die Anreize für Matcher. Matcher sind die Instanzen, die Matchings zwischen Deployments und Processors vorschlagen.
Bisher wurden Matcher im Voraus bezahlt, sobald ein Matching vorgeschlagen wurde, unabhängig davon, ob der Processor den Job tatsächlich annahm. Jetzt werden Matcher nur noch bezahlt, wenn ein Processor die Zuweisung bestätigt.
Damit ist der Anreiz des Matchers an die Qualität des Matchings gekoppelt. Ein abgelehntes Matching bringt dem Matcher nichts ein. Das Ergebnis: bessere Matchings, weniger Spam, ein gesünderer Marktplatz.
Von der Community entschieden
Diese Entscheidung fiel nicht hinter verschlossenen Türen. Dynamic Pricing durchlief den On-Chain-Governance-Prozess von Acurast: vorgeschlagen, diskutiert und abgestimmt von ACU-Token-Inhabern.
Das ist gelebte Dezentralisierung. Keine unverbindlichen Umfragen. Keine Ankündigungen des Teams. Echte Protokolländerungen, entschieden von den Menschen, die den Token nutzen und halten.
An der Governance teilnehmen
ACU-Inhaber gestalten die Zukunft des Protokolls. Über Vorschläge abstimmen, Parameter festlegen, das Netzwerk steuern.
Wie es weitergeht
Dynamic Pricing ist live. Doch das ist erst ein Ausgangspunkt, der im Lauf der Zeit weiterentwickelt wird.
Der globale Preismultiplikator wird später auf eine Kurve umgestellt, die sich an der tatsächlichen Netzwerkauslastung orientiert. Die Preise reagieren dann in Echtzeit ganz natürlich auf Angebot und Nachfrage. Die Community wird die Parameter weiterhin steuern, während sich das Netzwerk weiterentwickelt.
Für Entwickler: transparente, hardwareverifizierte Preise für Rechenleistung. Keine Konfiguration nötig.
Für Betreiber: Bessere Hardware bedeutet jetzt bessere Preise, automatisch.
Für die ACU-Ökonomie: Jede Ausführung verbrennt Token. Mehr Nutzung, mehr Burn.
So sieht ein echter Compute-Marktplatz aus.
„Das Netzwerk bepreist sich selbst. Die Community steuert die Parameter. Jede Ausführung verbrennt Compute-Gebühren.“



