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Lernen Sie Acurast kennen. Entdecken Sie die Geschichte, tauchen Sie in die technische Dokumentation ein und sehen Sie, mit wem Acurast im Ökosystem zusammenarbeitet.

A glowing lime web page hovering above a smartphone lying flat on a black surface, illustrating a WordPress site running on an Acurast processor via Cargo.

Ihre WordPress-Website braucht keinen Cloud-Server

Eine leuchtend limettengrüne Webseite schwebt über einem flach liegenden Smartphone auf einer schwarzen Fläche – Sinnbild für eine WordPress-Website, die über Cargo auf einem Acurast Processor läuft.

 

WordPress steckt hinter allem, von persönlichen Blogs über Unternehmenswebsites und Publikationen bis zu Onlineshops. Klassisch bedeutet eine WordPress-Website, sich auf einen Hosting-Anbieter, einen virtuellen privaten Server oder Cloud-Infrastruktur zu verlassen. Selbst wenn Sie WordPress selbst hosten, ist die Maschine darunter meist trotzdem bei einem dieser Anbieter gemietet.

 

Mit Acurast Cargo kann WordPress stattdessen auf dezentraler Rechenleistung laufen.

 

Mit Cargo lassen sich vollständige Linux-basierte Workloads auf Acurast Processors deployen. Anwendungen erhalten so die Umgebung und die Werkzeuge, die sie zum Laufen brauchen. Bestehende Software wie WordPress muss also nicht eigens für dezentrale Infrastruktur neu gebaut werden.

 

In diesem Tutorial hosten Sie mit Cargo eine komplette WordPress-Website auf einem Acurast Processor. Sie konfigurieren die WordPress-Beispielanwendung, starten das Deployment, verfolgen den Einrichtungsprozess und schließen die übliche WordPress-Installation ab.

 

Am Ende haben Sie eine WordPress-Website, die live auf dezentraler Rechenleistung läuft – ermöglicht durch Cargo.

 

Cargo macht WordPress auf dezentraler Rechenleistung möglich

 

WordPress ist ein gutes Beispiel dafür, was möglich wird, wenn dezentrale Rechenleistung herkömmliche Linux-Anwendungen ausführen kann.

 

Ein WordPress-Deployment umfasst mehrere vertraute Infrastrukturbausteine: einen Webserver, der die Website ausliefert, PHP zum Ausführen von WordPress, eine Datenbank für Inhalte und Konfiguration, dauerhafte Dateien für Themes, Plugins und Uploads sowie ein Netzwerk, über das Nutzer die Anwendung tatsächlich erreichen.

 

Genau hier kommt Cargo ins Spiel.

 

Statt eine Anwendung eigens für eine eingeschränkte Laufzeitumgebung neu zu bauen, können Entwickler bestehende Linux-Software nehmen und auf dezentraler Compute-Infrastruktur deployen.

 

Hier entsteht keine dezentrale Alternative zu WordPress. WordPress läuft einfach auf einer anderen Infrastruktur.

 

So hosten Sie WordPress selbst auf Acurast

 

Das Repository mit den Acurast-Beispiel-Apps enthält ein WordPress-Beispiel, bei dem der Großteil des Deployment-Setups bereits erledigt ist. Die enthaltenen Dateien bereiten die Processor-Umgebung vor, konfigurieren die nötigen Dienste, stellen die Netzwerkverbindung her und starten WordPress.

 

Bis zum Deployment der Website ist also nur noch vergleichsweise wenig Konfiguration nötig.

 

Schritt 1: Die WordPress-Beispiel-App öffnen

 

Checken Sie zunächst das Repository mit den Acurast-Beispiel-Apps aus.

 

Wechseln Sie in das Verzeichnis mit dem WordPress-Beispiel.

 

Darin finden Sie die Dateien, die zum Vorbereiten und Starten der Anwendung nötig sind. Der Großteil des zugrunde liegenden Setups ist bereits vorhanden, Sie müssen also vor allem die Umgebung für Ihr Deployment konfigurieren.

 

Kopieren Sie zunächst die Beispiel-Umgebungsdatei und tragen Sie die erforderlichen Werte ein.

 

Schritt 2: Die Callback-URL konfigurieren

 

Einer der ersten Werte, die Sie brauchen, ist eine Callback-URL.

 

Wenn der Processor mit der Vorbereitung von WordPress beginnt, braucht er einen Weg, Informationen über das Deployment an Sie zurückzuschicken. Die Beispielanwendung erledigt das mit POST-Anfragen an die Callback-URL. Sie können jeden Webhook-Dienst verwenden, der POST-Anfragen empfangen und ihren Inhalt anzeigen kann.

 

In diesem Beispiel wird mit einem Webhook-Dienst ein Endpunkt erstellt, dessen URL kopiert und in die Konfiguration eingetragen.

 

Sobald das Deployment beginnt, ist dieser Endpunkt besonders nützlich. Darüber verfolgen Sie den Einrichtungsprozess und erhalten schließlich die Adresse Ihrer WordPress-Website.

 

Schritt 3: SSH und das Netzwerk konfigurieren

 

Konfigurieren Sie als Nächstes ein SSH-Passwort.

 

Für die normale Nutzung von WordPress ist SSH nicht erforderlich. Sobald die Anwendung läuft, lässt sich das meiste über das vertraute WordPress-Dashboard verwalten.

 

Nützlich ist es aber, wenn Sie für Wartung, Fehlersuche, Debugging oder Änderungen an der zugrunde liegenden Umgebung direkt auf den Processor zugreifen müssen. Verwenden Sie ein sicheres Passwort, statt die Beispiel-Zugangsdaten unverändert zu lassen.

 

Als Deployment-Netzwerk dient Mainnet.

 

Schritt 4: Ihre Domain konfigurieren

 

Außerdem müssen Sie die Domain angeben, unter der die WordPress-Website erreichbar sein soll. Zum Zeitpunkt dieses Tutorials müssen Sie eine eigene Domain mitbringen und vor dem Deployment der Anwendung die nötigen DNS-Einträge konfigurieren.

 

Sobald die DNS-Einrichtung abgeschlossen ist, tragen Sie die Domain in die Deployment-Konfiguration von WordPress ein. Dort finden Sie auch Einstellungen für den WordPress-Benutzernamen, das Passwort und weitere Anwendungsdetails.

 

Ersetzen Sie die Beispiel-Zugangsdaten vor dem Deployment unbedingt durch eigene, sichere Werte. Standard-Benutzernamen und -Passwörter sollten bei einer öffentlich erreichbaren WordPress-Installation niemals verwendet werden.

 

Die Anwendungskonfiguration prüfen

 

Bevor Sie das Deployment starten, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Dateien, die zum Beispiel gehören. Mehrere davon liefern das Bindeglied, das Cargo braucht, um den Processor vorzubereiten und den Workload zu starten.

 

Es gibt auch eine eigene Konfiguration für die WordPress-Umgebung. Achten Sie darauf, dass die erforderlichen Umgebungsvariablen an die Anwendung durchgereicht werden und die minimale Processor-Version korrekt konfiguriert ist.

 

Damit ist alles bereit für das Deployment.

 

WordPress starten

 

Führen Sie im Verzeichnis mit dem WordPress-Beispiel Folgendes aus:

 

acurast deploy

 

Die Acurast CLI startet den Deployment-Prozess und zeigt den zugehörigen Ausführungspreis an.

 

Ist der konfigurierte Ausführungspreis höher als nötig, können Sie vor dem Bestätigen des Deployments die vorgeschlagene niedrigere Gebühr verwenden.

 

Schicken Sie es ab – ab da übernimmt Acurast.

 

Das Deployment wird registriert und wartet darauf, dass ein passender Processor es übernimmt. Das kann einige Minuten dauern.

 

Das Deployment verfolgen

 

Sobald ein Processor das Deployment annimmt, erscheinen Informationen am zuvor konfigurierten Callback-Endpunkt.

 

Dort sehen Sie auch, dass das Deployment erfolgreich gestartet ist, zusammen mit Angaben wie der Deployment-ID, dem Processor-Match, der Bestätigung, den Umgebungsvariablen, den hochgeladenen Dateien und dem Processor, der dem Workload zugewiesen ist. Die Callback-Anfragen geben dann Einblick in das, was auf diesem Processor passiert.

 

Zunächst sehen Sie, wie die Umgebung vorbereitet und Abhängigkeiten installiert werden. Der Processor startet den SSH-Dienst und baut den Reverse-Tunnel auf, der die Anwendung erreichbar macht.

 

Dann beginnt die WordPress-Installation.

 

Die WordPress-URL abrufen

 

Im Verlauf der Einrichtung liefert der Callback schließlich zwei nützliche Verbindungsinformationen.

 

Die eine ist die URL, unter der Ihre WordPress-Website erreichbar sein wird.

 

Die andere ist ein SSH-Endpunkt samt Befehl, mit dem Sie sich direkt mit dem Processor verbinden können.

 

Für die Ersteinrichtung ist SSH nicht nötig, vorerst zählt also nur die WordPress-URL. Ein wichtiges Detail gibt es allerdings: Dass die URL da ist, heißt nicht unbedingt, dass WordPress selbst schon fertig gestartet ist.

 

Der Netzwerktunnel kann bereits verfügbar sein, während der Processor noch die Datenbank und die Anwendung konfiguriert. Geben Sie ihm also noch etwas Zeit.

 

Warten, bis WordPress online ist

 

Verfolgen Sie weiter die Callback-Anfragen.

 

Der Processor initialisiert die Datenbank, legt die WordPress-Datenbank an, lädt WordPress herunter und startet schließlich den Server. Sind diese Schritte abgeschlossen, melden die Logs, dass die Anwendung vollständig live ist.

 

Jetzt können Sie zu Ihrer WordPress-URL zurückkehren und die Seite neu laden. Statt eines nicht erreichbaren Servers sollte nun etwas sehr Vertrautes erscheinen: der übliche WordPress-Installationsbildschirm.

 

Die WordPress-Einrichtung abschließen

 

Ab hier läuft alles im Wesentlichen genauso ab wie bei der Einrichtung von WordPress auf jedem anderen Server.

 

Wählen Sie einen Titel für die Website, richten Sie Ihr Administratorkonto samt Zugangsdaten ein und schließen Sie die WordPress-Installation ab.

 

Melden Sie sich nach Abschluss der Installation an.

 

Jetzt haben Sie Zugriff auf das übliche WordPress-Admin-Dashboard. Von dort aus können Sie Beiträge erstellen, Medien hochladen, Seiten verwalten, das Erscheinungsbild der Website ändern und die normalen WordPress-Verwaltungswerkzeuge nutzen.

 

Öffnen Sie die öffentliche URL erneut: Die fertige WordPress-Website ist live.

 

Das Interessante ist nicht, wie die Website aussieht. Sondern, wo sie läuft.

 

Diese WordPress-Instanz wird von einem Acurast Processor ausgeliefert.

 

WordPress per SSH warten

 

Für die normale Inhaltsverwaltung gibt es kaum einen Grund, direkt mit dem zugrunde liegenden Processor zu arbeiten. WordPress bringt bereits eine eigene Verwaltungsoberfläche für die Website mit. Der zuvor konfigurierte SSH-Zugang bietet jedoch eine weitere Möglichkeit, wenn etwas tiefer Liegendes Aufmerksamkeit braucht.

 

Sie können sich direkt mit dem Processor verbinden, um das Deployment zu untersuchen, Probleme zu debuggen, die Konfiguration zu ändern oder Wartungsarbeiten zu erledigen, die sich über WordPress selbst nicht bequem erledigen lassen.

 

Sie haben also beide Ebenen: die vertraute WordPress-Oberfläche zur Verwaltung der Anwendung und bei Bedarf direkten Zugriff auf die Linux-Umgebung.

 

WordPress selbst hosten – ohne klassischen Cloud-Server

 

WordPress ist hier gerade deshalb interessant, weil es keine Anwendung ist, die eigens für dezentrale Infrastruktur gebaut wurde.

 

Es ist bestehende Software.

 

Hier wird dieselbe Art von Anwendung, die normalerweise auf einem VPS oder einer Cloud-Instanz läuft, stattdessen auf einem dezentralen Processor deployt. Das ist die übergreifende Idee hinter Cargo. Ein Workload muss nicht unbedingt wissen, dass sich die Infrastruktur darunter geändert hat. Wenn er in der Linux-Umgebung läuft, die Cargo bereitstellt, lassen sich viele bestehende Anwendungen möglicherweise mit relativ wenigen Anpassungen umziehen.

 

WordPress ist ein Beispiel.

 

Dasselbe Prinzip lässt sich auf Webserver, Datenbanken, APIs, Entwicklerwerkzeuge, Gameserver, Speicherdienste, KI-Anwendungen und andere Linux-Workloads anwenden.

 

Statt zu fragen:

 

„Welche Anwendungen lassen sich speziell für dezentrale Rechenleistung entwickeln?“

 

Lässt sich auch fragen:

 

„Welche Anwendungen, die heute in der Cloud laufen, könnten stattdessen dort laufen?“

 

Mit Cargo kann WordPress eine davon sein.

 

Das vollständige Video-Tutorial ansehen

 

Diese Anleitung behandelt die wichtigsten Schritte, um WordPress auf einem Acurast Processor zum Laufen zu bringen, doch das begleitende Video-Tutorial zeigt das gesamte Deployment von Anfang bis Ende.

 

Sie sehen, wie Sie das WordPress-Beispiel konfigurieren, es mit der Acurast CLI starten, die Processor-Logs über den Callback-Endpunkt verfolgen, warten, bis WordPress und seine Datenbank initialisiert sind, und die WordPress-Installation abschließen.

 

Danach läuft etwas überraschend Gewöhnliches an einem ungewöhnlichen Ort: eine voll funktionsfähige WordPress-Website samt Admin-Dashboard, betrieben auf dezentraler Rechenleistung.