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Lernen Sie Acurast kennen. Entdecken Sie die Geschichte, tauchen Sie in die technische Dokumentation ein und sehen Sie, mit wem Acurast im Ökosystem zusammenarbeitet.

A blocky Minecraft-style world projected above a smartphone held in two hands, illustrating a Minecraft server running on a phone through Acurast Cargo.

Ihren Minecraft-Server ohne Cloud-Anbieter betreiben

 

Eine blockige Welt im Minecraft-Stil schwebt über einem Smartphone in zwei Händen – ein Minecraft-Server, der über Acurast Cargo auf einem Smartphone läuft.

Einen Minecraft-Server aufzusetzen ist einfach. Ihn dauerhaft online zu halten, ist schon komplizierter.

 

Wenn Sie eine Welt möchten, der Ihre Freunde beitreten können, brauchen Sie einen Ort, an dem der Server läuft. Klassisch heißt das: selbst auf dem eigenen Rechner hosten, einen VPS mieten oder für einen speziellen Minecraft-Hosting-Dienst bezahlen.

 

Letztlich ist ein Minecraft-Server aber nur Software, die Rechenleistung, Netzwerk und genügend Laufzeit braucht. Es gibt also mehr Möglichkeiten, ihn selbst zu hosten, als die oben beschriebenen klassischen Optionen.

 

In dieser Anleitung deployen Sie einen Minecraft-Server auf einem verbundenen Smartphone (Processor) aus dem Acurast-Netzwerk. Dafür nutzen Sie die Entwicklerfunktion „Cargo“, die Linux-basierte Runtime von Acurast. Sie konfigurieren das Deployment, starten den Server, machen ihn in Ihrem lokalen Netzwerk erreichbar und verbinden sich direkt aus Minecraft damit.

 

Am Ende haben Sie eine spielbare Minecraft-Welt, die auf einem Acurast Processor läuft.

 

Auch Minecraft ist ein Compute-Workload

 

Minecraft ist wahrscheinlich nicht die erste Anwendung, an die man bei dezentraler Rechenleistung denkt. Genau das macht es zu einem interessanten Beispiel.

 

Ein Minecraft-Server hat viele der gleichen Anforderungen wie andere Anwendungen. Er braucht eine Runtime, Netzwerkanbindung, dauerhafte Ausführung und genügend Rechenressourcen, um Nutzer zu bedienen. Klassisch führen diese Anforderungen Entwickler zu Cloud-Infrastruktur.

 

Das muss aber nicht so sein.

 

Acurast bietet ein globales, dezentrales Processor-Netzwerk, in dem Anwendungen auf verteilten Rechenressourcen laufen können, statt ausschließlich auf klassische Cloud-Server angewiesen zu sein.

 

Deutlich leistungsfähiger wird das mit Codename Cargo, dem Schritt von Acurast von einer auf Node.js ausgerichteten Runtime hin zu vollständigen Linux-basierten Containern.

 

Mit Cargo können Entwickler Software ausführen, die mit Python, Go, Rust, C++ und anderen Linux-Technologien gebaut ist. Außerdem lassen sich damit Anwendungen deployen, die in der bisherigen Umgebung nur schwer lauffähig gewesen wären.

 

Auch Minecraft.

 

Das Minecraft-Beispiel ist daher mehr als ein Experiment mit einem Spieleserver. Es zeigt auf einfache Weise, was möglich wird, wenn dezentrale Processors allgemeine Linux-Workloads ausführen können.

 

Minecraft auf Acurast deployen

 

Acurast stellt eine Minecraft-Beispielanwendung bereit, in der ein Großteil der nötigen Einrichtung bereits konfiguriert ist. Sie können sich also vor allem auf die Konfiguration und den Start des Deployments konzentrieren.

 

Schritt 1: Die Minecraft-Beispiel-App öffnen

 

Checken Sie zunächst das Repository Acurast Example Apps aus und wechseln Sie in den Ordner App Cargo Minecraft.

 

Das Projekt enthält die Skripte und die Konfiguration, die nötig sind, um den Minecraft-Server vorzubereiten und den Tunnel einzurichten, über den er erreichbar ist.

 

Das meiste davon müssen Sie nicht ändern.

 

Das Beispiel ist bereits so konfiguriert, dass es die zugrunde liegende Einrichtung übernimmt. Sie müssen also vor allem Ihre Deployment-Konfiguration angeben.

 

Schritt 2: Das Deployment konfigurieren

 

Öffnen Sie die Umgebungskonfiguration und tragen Sie die erforderlichen Werte ein.

 

Der erste ist Ihre Acurast-Mnemonic. Sie autorisiert das Deployment und dient zur Zahlung der zugehörigen Netzwerkgebühren.

 

Konfigurieren Sie als Nächstes ein SSH-Passwort.

 

Normalerweise sollten Sie sich nicht per SSH mit dem Processor verbinden müssen, da das Minecraft-Deployment automatisiert ist. Den Zugang einzurichten, ist trotzdem sinnvoll, denn so können Sie Probleme auf dem Processor beheben, falls etwas nicht wie erwartet funktioniert.

 

Außerdem brauchen Sie eine Callback-URL.

 

Über diesen Endpunkt liefert Acurast Informationen zurück, sobald das Deployment verfügbar ist. Für einen einfachen Test kann ein Webhook-Dienst einen Endpunkt bereitstellen, der die generierten Deployment-Informationen empfängt.

 

Das Deployment kann für das Mainnet konfiguriert bleiben.

 

Je nach aktueller Version der Beispielanwendung sehen Sie möglicherweise auch eine Option für ein Domain-Suffix. Es wird verwendet, um das Deployment nach außen erreichbar zu machen. Acurast arbeitet daran, diesen Vorgang stärker zu automatisieren, daher kann sich diese Konfiguration mit der Weiterentwicklung von Cargo ändern.

 

Schritt 3: Überprüfung von acurast.json

 

Vor dem Deployment lohnt sich ein kurzer Blick auf die Konfiguration in acurast.json.Diese Datei steuert weitere Deployment-Parameter, unter anderem, wie lange der Workload aktiv bleiben soll. Für einen kurzen Test könnten Sie den Minecraft-Server zum Beispiel vier Stunden laufen lassen.

 

Für eine längere Spielsession oder einen Server, dem Freunde regelmäßig beitreten, sollten Sie die Deployment-Dauer entsprechend anpassen. Achten Sie außerdem darauf, dass das Deployment die erforderliche Android-Version anspricht, da ältere Processor-Umgebungen möglicherweise nicht alle Funktionen bieten, die das Minecraft-Beispiel braucht.

 

Danach ist alles bereit für das Deployment.

 

Den Minecraft-Server starten

 

Führen Sie im Projektverzeichnis Folgendes aus:

 

acurast deploy

 

Die Acurast CLI führt Sie durch den restlichen Deployment-Prozess.

 

Vor der Bestätigung sehen Sie die Deployment-Parameter und die zugehörige Gebühr. Bei Bedarf können Sie die Gebühr vor dem Absenden anpassen.

 

Nach der Bestätigung beginnt Acurast, einen Processor für den Workload zu finden und vorzubereiten.

 

Ab hier läuft das meiste automatisch. Der Processor bereitet die Umgebung vor, installiert die benötigten Komponenten, lädt den Minecraft-Server herunter, startet ihn und baut den Tunnel auf, über den das Deployment erreichbar ist. Nach ein paar Minuten sollte der Server bereit sein.

 

Prüfen, ob alles läuft

 

Die Deployment-Logs geben Ihnen einen guten Einblick in das, was auf dem Processor passiert.

 

Beim Start des Deployments sehen Sie, wie die verschiedenen Komponenten installiert und initialisiert werden.

 

Schließlich zeigen die Logs an, dass der Minecraft-Server gestartet und der Tunnel verbunden ist. Dort finden Sie auch die Verbindungsinformationen für den nächsten Schritt.

 

Minecraft läuft jetzt remote auf einem Acurast Processor.

 

Jetzt muss der Server nur noch für den Client erreichbar werden.

 

Minecraft mit dem Server verbinden

 

Es gibt noch einen zusätzlichen Netzwerkschritt. Wegen der Art, wie der Minecraft-Client mit Ports und Zertifikaten umgeht, nutzt das Beispiel einen Befehl, der den entfernten Minecraft-Server in Ihrem lokalen Netzwerk verfügbar macht.

 

Führen Sie den Befehl aus, den das Deployment bereitstellt.

 

Sie werden nach dem SSH-Passwort gefragt, das Sie zuvor konfiguriert haben. Nach der Authentifizierung steht die Verbindung, und der Minecraft-Server ist lokal verfügbar.

 

Öffnen Sie jetzt Minecraft.

 

Wählen Sie Server hinzufügen und geben Sie die Serverinformationen aus dem Deployment ein.

 

Speichern Sie den Server.

 

Wenn alles richtig konfiguriert ist, sollte Minecraft sofort beginnen, Informationen vom Server abzurufen.

 

Klicken Sie auf „Verbinden“.

 

Sie spielen jetzt in einer Minecraft-Welt, die auf einem Acurast Processor läuft.

 

Laden Sie Ihre Freunde ein

 

Sobald der Server läuft, können Sie mit demselben Setup eine Multiplayer-Umgebung schaffen. Statt die Welt auf Ihrem eigenen Computer zu halten, läuft der Spieleserver für die Dauer des Acurast-Deployments remote.

 

Teilen Sie die entsprechenden Verbindungsdaten mit Ihren Freunden, dann können sie derselben Welt beitreten.

 

Einen praktischen Punkt sollten Sie im Hinterkopf behalten: Der Standort zählt. Ein Spieleserver reagiert empfindlich auf Latenz. Wenn Sie sich in Westeuropa befinden, der Processor mit Ihrem Minecraft-Server aber viel weiter entfernt ist, bemerken Sie möglicherweise Verzögerungen. Ein Processor in der Nähe der Spieler sorgt in der Regel für ein besseres Erlebnis. Bei vielen Anwendungen fallen ein paar Millisekunden mehr kaum auf.

 

Wenn Sie gerade einem Creeper davonlaufen, zählen sie deutlich mehr.

 

Mehr als ein Minecraft-Server

 

Minecraft zu deployen macht Spaß, spannender ist aber, wofür das Beispiel steht.

 

Ein Minecraft-Server ist keine speziell entworfene Blockchain-Anwendung. Er ist keine kleine JavaScript-Funktion, die eigens für eine eingeschränkte dezentrale Runtime geschrieben wurde. Er ist eine bestehende Anwendung, die eine Linux-Umgebung und Rechenressourcen braucht.

 

Und er kann auf Acurast laufen.

 

Das ist die größere Veränderung, die Cargo mit sich bringt.

 

Der Schritt zu Linux-basierten Container-Workloads erweitert, was Entwickler im Acurast-Netzwerk deployen können. Spieleserver sind ein Beispiel, doch dasselbe Modell öffnet die Tür für Objektspeicher, Backend-Dienste, APIs, Entwicklertools, Automatisierungsplattformen, KI-Agenten und andere Anwendungen, die klassisch auf zentraler Infrastruktur gehostet werden.

 

Die Frage lautet dann weniger:

 

„Was lässt sich speziell für dezentrale Rechenleistung bauen?“

 

Sondern eher:

 

„Welche Software lässt sich auf dezentraler Rechenleistung betreiben?“

 

Minecraft liefert darauf eine überraschend gute Antwort.

 

Ziemlich viel.

 

Das vollständige Video-Tutorial ansehen

 

Diese Anleitung behandelt den Kern des Deployment-Prozesses, das begleitende Video zeigt die gesamte Einrichtung aber direkt auf dem Bildschirm.

 

Sie sehen, wie Sie die Minecraft-Beispielanwendung konfigurieren, sie mit der Acurast CLI deployen, die Processor-Logs verfolgen, die lokale Verbindung herstellen und der Minecraft-Welt beitreten.

 

Folgen Sie dem Video Schritt für Schritt und deployen Sie Ihren eigenen Minecraft-Server auf Acurast.

 

Und dann laden Sie ein paar Freunde ein.